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M A S T E R A R B E I T

Einfluss der Endophytendiversität auf die Phänologie in Populus nigra

Pflanzen sind mit Pilzen oder Bakterien assoziiert, die asymptomatisch im Pflanzengewebe leben. Diese Mikroorganismen werden als Endophyten bezeichnet, und es wird davon ausgegangen, dass ihr Vorkommen und ihre Verbreitung von der genetischen Struktur der Pflanzen und den klimatischen Bedingungen beeinflusst werden. Zudem hat sich gezeigt, dass sie in der Lage sind, das Pflanzenwachstum zu fördern, die Nährstoffaufnahme zu verbessern und die Pflanze vor abiotischem und biotischem Stress zu schützen. Dies sind Faktoren, welche u.a. das Einsetzen verschiedener Phasen im Lebenszyklus einer Pflanze (Phänologie) beeinflussen. Die Bedeutung und das Vorkommen von Endophyten im Hinblick auf die Phänologie der Pflanzen und umgekehrt ist jedoch wenig erforscht.

Das Ziel dieser Masterarbeit ist, herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen der Diversität von Endophyten und der Phänologie bei Pflanzen besteht. In einem Common Garden Experiment nahe Jena sollen während der Vegetationsperiode wöchentlich verschiedene phänologische Stadien, (z.B. Blattentfaltung, Seneszenz), sowie morphologische und physiologische Merkmale (z.B. spezifische Blattfläche, stomatäre Parameter und Photosyntheseraten) junger Schwarz-Pappeln erfasst werden. Im Hinblick auf die endophytische Zusammensetzung werden die Bäume mehrmals beprobt und im Labor isoliert, beschrieben und kategorisiert. Des Weiteren sollen die Blätter auf typische Pappel-Verbindungen mittels Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS) analysiert werden.

Wir suchen eine/n engagierte/n Studenten/in der Fachrichtung Biologie oder vergleichbares mit Interesse an ökologischen, mikrobiellen, molekularbiologischen und chemisch analytischen Methoden. Ein gutes Grundlagenwissen in Statistik und Ökologie, sowie ein Führerschein der Klasse B ist von Vorteil.

Wir bieten eine exzellente technische Ausstattung sowie eine umfangreiche Betreuung in sehr motivierten Arbeitsgruppen am Institut für Ökologie und Evolution der Friedrich-Schiller-Universität, sowie auch Max-Planck-Institut für chemische Ökologie.


Anfragen an:
Prof. Dr. Christine Römermann | christine.roemermann@uni-jena.de
Dr. Christin Walther | cwalther@ice.mpg.de
Dr. Sybille Unsicker | sunsicker@ice.mpg.de

Die Max-Planck-Gesellschaft ist eine der führenden Forschungsorganisationen in Europa und betreibt Grundlagenforschung in den Natur-, Lebens- und Geisteswissenschaften. Das Max- Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena erforscht, wie Organismen über chemische Signale miteinander kommunizieren. Wir analysieren ökologische Interaktionen mit molekularen, chemischen und neurobiologischen Methoden. Im Institut arbeiten organische Chemiker, Biochemiker, Ökologen, Entomologen, Verhaltensforscher, Insektengenetiker und Physiologen zusammen, um die Komplexität der chemischen Kommunikation in der Natur zu entschlüsseln.

Die Max-Planck-Gesellschaft und das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie engagieren sich sehr für Chancengleichheit, Vielfalt und die Gleichstellung der Geschlechter. Wir setzen uns aktiv für eine die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und haben uns zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen sowie Gruppen, die in der Wissenschaft und insbesondere im jeweiligen Tätigkeitsfeld unterrepräsentiert sind, zu beschäftigen. Deshalb fordern wir sie ausdrücklich auf, sich zu bewerben und begrüßen Bewerbungen jeden Hintergrunds.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich. Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen.

Website: www.ice.mpg.de

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